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Voriconazol, ein Breitspektrum-Triazolantimykotikum, ist seit 2002 unter dem Handelsnamen Vfend® zur Therapie von Mykosen zugelassen, in Europa derzeit für folgende Indikationen: invasive Aspergillosen, Candidämie (nicht-neutropenische Patienten), Fluconazol-resistente schwere invasive Candida-Infektionen, schwere Fusarium- oder Scedosporium-Infektionen.
Voriconazol steht in drei Darreichungsformen zur Verfügung: Lösung zur intravenösen Infusion, Filmtabletten, Trockensaft. Die Bioäquivalenz der Darreichungsformen ermöglicht eine flexible Umstellung von der intravenösen auf die orale Gabe.
Aufgrund der gegenüber Amphotericin B signifikant überlegenen klinischen Wirksamkeit und erhöhten Überlebensraten bei invasiven Aspergillosen(1) wird Voriconazol von der Arbeitsgemeinschaft Infektionen in der Hämatologie und Onkologie (Fachgruppe der DGHO) als Mittel der Wahl zur Primärtherapie in dieser Indikation empfohlen,(2) dies gilt aufgrund der guten ZNS-Gängigkeit der Substanz auch bei Aspergillosen des zentralen Nervensystems.(3)
Bei invasiven Candida-Infektionen zeigt Voriconazol mindestens gleichwertige Wirksamkeit gegenüber Amphotericin B optional gefolgt von Fluconazol. Dabei eradiziert Voriconazol Candida spp. gleich schnell aus dem Blutstrom wie Amphotericin B.(4)
Auch die Wirksamkeit bei invasiven Infektionen mit selteneren Erregern wie Scedosporium- oder Fusarium spp., sowie bei schweren Mykosen seltenerer Lokalisationen ist im klinischen Studienprogramm sowie in zahlreichen Kasuistiken belegt.(5)