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Candida-Infektionen werden in der Hämatologie überwiegend durch C. albicans (50 %) verursacht. Allerdings wird in den letzten 10 Jahren über einen zunehmenden Anteil an Infektionen durch Candida non-albicans berichtet. Es wird die Häufigkeit von C. tropicalis bis 23 % beschrieben, C. glabrata (8 %) und C. krusei (4 %) werden dagegen seltener beobachtet (8). Die non-albicans Erreger weisen eine schwächere, dosisabhängige Empfindlichkeit gegen Azole auf (C. glabrata) oder sind z. T. resistent gegenüber Fluconazol (C. krusei) (11).
Systemische Infektionen durch Candida spp lassen sich unter therapeutischen Gesichtspunkten vereinfacht in Candidämien und invasive Mykosen einteilen, wobei die Übergänge fließend sein können. Häufig befallene Organe im Rahmen einer disseminierten Candidainfektion sind Leber, Milz, Lunge, Nieren (2,3,6). Der endgültige Beweis einer invasiven Mykose durch Candida spp gelingt leider auch heute häufig erst post mortem. Ursache ist u. a. der Mangel an sensitiven und gleichzeitig sicheren nicht-kulturellen diagnostischen Verfahren.